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Die Krise kommt an

VON SVEN GÖSMANN - zuletzt aktualisiert: 02.02.2012 - 02:30

Jeden Tag eine neue Negativnachricht: 700 Arbeitsplätze fallen beim Stahlhändler Klöckner weg, 2900 bei Nokia Siemens, 850 im von ThyssenKrupp verkauften Krefelder Edelstahlwerk; jetzt trifft es Tausende deutsche IBM-Mitarbeiter. Davor kündigten bereits die Energieversorger Eon und RWE einen massiven Personalabbau an. Die Neuigkeiten sind so besorgniserregend, da sie Vollzeitarbeitsplätze der klassischen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft betreffen, "Realwirtschaft" genannt. Damit erreicht die Finanz- und Wirtschaftskrise die Mittelschicht, die große Gruppe der steuerzahlenden Leistungsträger der Gesellschaft. Gleichzeitig spürt die hiesige Wirtschaft in ungekanntem Maße die negativen Folgen der Globalisierung für die qualifizierte Produktion im Hochlohnsektor. Die Profiteure der Entwicklung sitzen in China oder anderswo in Asien.

Angesichts des aktuellen Negativtrends darf sich die Politik nicht mit den Statistiken vom "Jobwunder" beruhigen. Die Maßnahme, bei Forschung in der Spitzentechnologie nicht zu kürzen, ist deshalb ein erster richtiger Schritt, der Ausbau von Gründerzentren aus diesen Universitäten heraus ein zweiter Hoffnungsschimmer. Dazu muss eine generell wirtschaftsfreundlichere Stimmung treten: "Ja zum Bagger" – das wäre mal ein zeitgemäßer Slogan im Land der Bedenkenträger.

Bericht: IBM will tausende . . ., titelseite

Quelle: RP


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