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Aggressive Atheisten

VON MICHAEL BRÖCKER - zuletzt aktualisiert: 25.06.2011 - 02:30

Der 22. September 2011 kann ein guter Tag für Deutschland werden. Papst Benedikt XVI. wird als erstes Kirchenoberhaupt vor dem Bundestag sprechen. Das ist nicht nur eine historische Stunde für die Volksvertreter. Es könnte ein willkommener Anlass sein, um in einer Zeit des Individualismus, der Zerfaserung der gesellschaftlichen Bündnisse und einer dennoch bei vielen Menschen ausgeprägten Sinnsuche wieder über christliche Prinzipien zu reden. Zeit für eine Renaissance jener Werte, die das Fundament dieser Gesellschaft bilden.

Die SPD-Abgeordneten, die nun mit hetzerischer Rhetorik zum Boykott der Papst-Rede aufrufen, zeigen eine verbissene Kleinkrämerei, einen Atheismus popularis, der erschreckend aggressiv ist. Statt geistlicher Orientierung geistige Einfallslosigkeit. Dass sich selbst die kirchenferne Linkspartei diesem Boykott verweigert, belegt, in welch traurige Ecke sich da gerade einige Genossen stellen.

Nicht, dass man das falsch versteht. Kritik an der katholischen Kirche ist notwendig und durchaus angebracht. Sie ist aber auch möglich, wenn der deutsche Papst, der eben auch ein international anerkanntes Staatsoberhaupt ist, einen würdigen Empfang in seinem Heimatland bekommt.

Quelle: RP


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