Rock mit Fontäne: Kiss in Oberhausen
zuletzt aktualisiert: 03.06.2010 - 02:30Sollte man mit 60 Jahren noch in Samurai-Kostümen auf Plateau-Sohlen auf einer Bühne den wilden Kerl mimen? Die Gefahr der Lächerlichkeit wäre nahe. Oder man vertraut auf die Chuzpe der Kultband – wie Kiss, die in der mit 12 000 begeisterten Fans ausverkauften Oberhausener Arena den "Sonic Boom Over Europe" zelebrieren.
Pyrotechnik und Kanonenschläge lassen an Kriegsszenarien denken. Flammenfontänen begleiten schon den Beginn, wenn Kiss über das Schlagzeugpodest schweben. "The hardest rocking band in the world", kündigt Sänger Paul Stanley an. Indes bekommen die Fans auch klassisches Kiss-Repertoire, dessen Songs Hardrock-Mustern mit Maschinengewehr-Schlagzeug, Wummer-Sounds vom Streitaxt-Bass, eingängigen Gitarrenriffs und -Soli sowie Böse-Buben-Gesang folgen.
Die Band ist Kult, weil sie seit je Optik als Marke einsetzt. Dumpfer Plagiat-Hardrock? Nun, mit Kiss und ein paar Bierchen lässt sich vergangene Jugendzeit prächtig begießen. BERND SCHUKNECHT
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