Neues Domizil für den Börsenverein
zuletzt aktualisiert: 10.02.2012 - 02:30Zwar werden im neuen Domizil des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels 340 Menschen tatkräftig ihr Werk im Dienste des gedruckten Wortes verrichten, bei der Eröffnung gestern aber war das Haus in Sichtweite der Frankfurter Paulskirche vor allem eins: "Symbol" für eine neue Zeit der Digitalisierung, der sich die Buchbranche zu stellen hat und sich der Börsenverein auch stellen will. Der Umzug ins neue, 19 Millionen Euro teure "Haus des Buches", ist somit im wahrsten Sinne als Aufbruch zu verstehen. Unter einem Dach werden Börsenverein, die Buchmesse GmbH, die fürs E-Book-Geschäft tätige Mvb sowie weitere Tochtergesellschaften zusammenarbeiten. Und die Notwendigkeit dazu ist an Zahlen ablesbar: So ging 2011 der Gesamtumsatz der 9,7 Milliarden Euro schweren Branche im Jahresvergleich um 1,6 Prozent zurück. Dies wird nicht nur als Ausrutscher, sondern auch schon als Trend deklariert. Dass man sich dem weiterhin aus Frankfurt erwehren will, freute zur gestrigen Eröffnung besonders Oberbürgermeisterin Petra Roth, deren Stadt nach dem Krieg den Börsenverein aus Leipzig geerbt, zuletzt aber – etwa mit Suhrkamp – Abgänge zu verzeichnen hatte. LOTHAR SCHRÖDER
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