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Tv-Kritik: Stefan Raab übt für das Kanzler-Duell

zuletzt aktualisiert: 19.02.2013

Zu lang, zu langweilig, zu breitbeinig – mit der zweiten Ausgabe seiner Polit-Talkshow "Absolute Mehrheit" hat Stefan Raab am Sonntagabend keine überzeugende Bewerbung als Co-Moderator des einzigen TV-Duells zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Peer Steinbrück (SPD) abgegeben. Nur 800 000 Zuschauer schalteten die Sendung überhaupt ein, damit verlor Raab gegenüber der Premiere mehr als eine Million Zuschauer. Das lag zum einen daran, dass mit Dorothee Bär (CSU), Katja Dörner (Grüne), Yvonne Ploetz (Linke) und Linda Teuteberg (FDP) sowie dem verzichtbaren Musiker Olli Schulz ausschließlich Gäste aus der dritten Liga am Start waren, die selbst Raab zu Beginn der Sendung miteinander verwechselte und denen er auf der löcherigen Grundlage seines Wikipedia-Wissen auch keine spannenden Beiträge entlocken konnte.

Peter Limbourg ("Das wird keine Misswahl heute"), der Raab erneut als Analyse-Assistent diente, blieb in seiner bemühten Komik unfreiwillig lustig, Stefan Raab selbst kam über seine eigene Flapsigkeit nicht hinaus. Dass Brillenträger zu Guttenberg ohne Brille aus den USA zurückgekehrt war, sei für ihn so, als täusche ein Bettler in der Fußgängerzone eine Behinderung vor – das war Raabs stärkster Beitrag. Das reicht für ein Kanzler-Duell nicht aus. Aber was nicht ist, kann bei Raab in der Regel immer noch werden. Ulli Tückmantel

Quelle: RP
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