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Pariser Neuheiten

VON STEFAN WEBER - zuletzt aktualisiert: 11.09.2010 - 02:30

Bei Audi steht alles im Zeichen des A7. Wenige Tage vor ihrem Marktstart präsentieren die Ingoldtädter ihre Fließhecklimousine, die in Deutschland ab 51 650 Euro (Basis-Benziner mit Quattro-Antrieb) zu haben ist. Zur Wahl stehen zwei 3,0-Liter-Turbodiesel mit 150 kW/204 PS bzw. 180 kW/245 PS sowie zwei Benziner mit 150 kW/204 PS bzw. 220 kW/300 PS. Aber auch der S1, die sportliche Variante des A1, dürfte die Blicke der Besucher auf sich ziehen.

Bentley wird den Nachfolger des nunmehr sieben Jahre alten Continental GT vorstellen. Beim Design wird man allerdings genau hinsehen müssen, um Unterschiede zum Vorgängermodell erkennen zu können. Was auch daran liegen mag, dass die edle VW-Tochter die Proportionen des Coupés unangetastet ließ. Für Vortrieb sorgt der 6,0-Liter-W12 mit zwei Turboladern und nunmehr 423 kW/575 PS. Die Spitzengeschwindigkeit liegt bei 318 km/h.

BMW kommt mit dem neuen X3 nach Paris, der deutlich gewachsen ist – um acht Zentimeter auf 4,65 Meter. Vor allem soll er deutlich komfortabler geraten sein als die bislang etwas arg straffe Ausgabe des Kompakt-SUV. Außerdem mit dabei hat der Münchner Hersteller die zweitürige Variante der Studie Gran Coupé, die einen Ausblick auf den Nachfolger des 6ers gibt.

An Weltneuheiten mangelt es Chevrolet in Paris nicht. Neben dem Cruze Showcar mit Fließheck dürfte das Augenmerk in erster Linie auf der Großraumlimousine Orlando liegen. Den Siebensitzer mit sportlicher Dachlinie und breiten Kotflügeln gibt es in drei Motorisierungen. Weltpremiere feiert auch der neue Aveo. Der fünftürige Kleinwagen kommt Mitte 2011 auf den Markt. Den Trend zum Zylinder-Downsizing macht Chevrolet nicht mit: Sämtliche Motoren sind Vierzylinder. Für die Benzinmotoren mit 1,4 und 1,6 Liter Hubraum steht gegen Aufpreis sogar ein Sechsgang-Automatikgetriebe zur Verfügung – eine Premiere in diesem Fahrzeugsegment.

Citroen stellt unter anderem den C4 vor. Die neue Generation der Kompaktklasse rollt zum Jahreswechsel 2010/2011 auf den Markt und fällt gegenüber dem aktuellen Modell etwas größer aus, was vor allem dem Kofferraum zugute kommt. Ebenfalls in Paris zu sehen: Der neue DS4 als eine Art Crossover, der mit seinem coupéartigen Dach ein wenig an den Q5 von Audi erinnert.

Ford präsentiert den überarbeiteten Mondeo – als Limousine und Kombi. Optisch wurde der Mondeo gestrafft, auf der Motorenseite gibt es mehr Leistung. Der 2,0-Liter-Benziner hat nun 176 kW/240 PS, der 2,2-Liter-Diesel 161 kW/220 PS.

Kia bietet in Paris mit der Studie Pop einen spannenden Ausblick auf ein extrem kompaktes E-Mobil. Das knapp drei Meter kurze, futuristisch anmutende Fahrzeug bietet trotz seiner bescheidenen Baugröße drei Personen Platz.

Bei Mercedes steht vor allem die zweite Generation des CLS im Mittelpunkt. Er basiert auf der aktuellen E-Klasse. Die Motoren entstammen der neuen Move-Generation, die über ein höheres Drehmoment verfügt, gleichzeitig aber um bis zu 20 Prozent sparsamer geworden ist. Der Stuttgarter Hersteller hat daneben das S-Klasse Coupé (CL) auf seinem Messestand mit einem 4,7-Liter-V8-Biturbo mit 319 kW/435 PS, der sich mit 9,5 Litern zufrieden geben soll. Daneben wird auch die Roadster-Version des SLS AMG zu sehen sein.

Bei Opel richten sich die Blicke auf den neuen Astra Sports Tourer. Der Kombi ist für die Marke ein wichtiges Modell. Schließlich wird sich voraussichtlich jeder zweite Astra-Käufer für diese Karosserievariante entscheiden.

Bei Peugeot steht der neue 508 im Rampenlicht, der als Nachfolger von gleich zwei Modellreihen gehandelt wird. Ihm soll das Kunststück gelingen, die Fahrer des 407 und des 607 zu vereinen. Mit elegantem Design und hoher Verarbeitungsqualität will der 508 bei den Kunden punkten. Er wirkt eher unspektakulär, dafür aber harmonisch und wie aus einem Guss. Marktstart: Anfang 2011.

Porsche wird den 911 GT2 präsentieren. Er erhält als letztes Modell der Elferreihe das Facelift mit LED-Heckleuchten und geändertem Stoßfänger. Der Motor hat 3,8 Liter Hubraum und leistet 403 kW/550 PS. Daneben zeigen die Stuttgarter den 911 Speedster.

Renault wird den neuen Latitude als Nachfolger des in Deutschland nur mäßig erfolgreichen Vel Satis präsentieren. Gegenüber früheren Designexperimenten von Renault ist der Latitude regelrecht bieder. Die viertürige Limousine wird allerdings zunächst in Osteuropa an den Start gehen.

Bei Suzuki steht im Mittelpunkt des Messeauftritts der neue Swift. Die Nachfolgegeneration des Kleinwagens hat ein eleganteres Design und einen neuen 1,2-Liter-Benzinmotor mit Stopp-Start-Technologie erhalten. In der Basisversion kostet er 10 990 Euro. Europapremiere feiert in Paris auch der Suzuki Kizashi Sport. Die ausschließlich mit einem 131 kW/178 PS starken 2,4-Liter-Benziner lieferbare Mittelklasse-Limousine kostet 26 900 Euro.

Volkswagen hat Hand an eines seiner wichtigsten Modelle gelegt: Der Passat wurde überarbeitet, er wirkt nun schlanker und moderner. Auch unter der Haube von Limousine und Kombi hat sich etwas getan. Der 1,6-Liter-Benziner als bisheriges Basistriebwerk entfällt, dafür gibt es den 1,4-Liter-TSI mit 89 kW/122 PS als Einstiegsmotorisierung.

Volvo stellt den V60 vor, die Kombi-Variante des neuen S60. Wobei Kombi in diesem Fall relativ ist, denn das Fahrzeug ist stark auf Lifestyle und weniger auf Lademeister ausgerichtet. sp-x

Quelle: Rheinische Post

 
 
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