Die Mitarbeiter des Lufthansa-Ablegers Cityline befürchten laut ihrem eigenen Betriebsrat die Auflösung ihrer Firma. Hintergrund ist der Streit innerhalb des Konzerns, welche Firmenteile welche Maschinen nutzen dürfen – wobei die Piloten des Mutterhauses darauf drängen, dass Cityline weiterhin keine größeren Maschinen als 70-Sitzer fliegen darf.
Cityline ist eine Regional-Tochter der Lufthansa, die Ziele innerhalb Europas auch von Düsseldorf aus anfliegt. "Von einer Auflösung wären 2500 Mitarbeiter betroffen", sagte Wilfried Schmitz, Vorsitzender des Cityline-Betriebsrates, unserer Zeitung.
Damit eskaliert der Streit zwischen Gesellschaften des Konzerns und ihren Mitarbeitern weiter. Die Lufthansa will, dass Cityline mit ihren schlechter bezahlten Piloten auch Jets mit bis zu 100 Sitzen nutzt. Dafür sollen 100-sitzige Maschinen des Typs Embraer 190 und Embraer 195 genutzt werden. Falls das wegen Widerstandes im Stammhaus verboten bleibt, würde dies laut Schmitz die Existenzchance von Cityline in Frage stellen. "Wir fordern den Mutterkonzern auf, keine schmutzigen Deals mit den vom Stammhaus dominierten Piloten aus der Vereinigung Cockpit zu machen und sich klar zu uns zu bekennen", fordert er. Bereits vergangene Woche warnten Piloten von Cityline und anderer Lufthansa-Töchter in einem offenen Brief davor, dass der Konzern sich seine Politik nicht von den Piloten des Haupthauses diktieren lassen dürfe.
Quelle: Rheinische Post