Wiesbaden (RP). Fast jeder siebte Bundesbürger ist von Armut bedroht. Besonders groß ist die Gefahr für Alleinerziehende, auch Arbeitslose sind stark gefährdet. Das berichtete gestern das Statistische Bundesamt. Die so genannte Armutsgefährdungsquote in Deutschland betrage 15 Prozent – das entspricht bei einer Einwohnerzahl von insgesamt 82 Millionen mehr als 12 Millionen Menschen. Ohne die Sozialleistungen des Staates läge die Quote sogar bei 24 Prozent. In der Erhebung "Leben in Europa 2008" wird die Grenze, ab der eine Person als armutsgefährdet gilt, mit einem Einkommen von weniger als 913 Euro monatlich definiert. Für eine Familie (zwei Erwachsene, zwei Kinder unter 14) betrug dieser Grenzwert, errechnet für das Jahr 2007, 1917 Euro monatlich.
Quelle: Rheinische Post