Köln/Münster (kna). Der Koordinationsrat der Muslime in Deutschland (KRM) will nicht länger mit dem einzigen Inhaber eines Lehrstuhls für islamische Theologie, Muhammad Kalisch, zusammenarbeiten. Zwischen den Positionen des Münsteraner Wissenschaftlers und den Grundsätzen der islamischen Lehre bestehe eine „erhebliche Diskrepanz“, erklärte der KRM. Kalisch kritisierte die Entscheidung: „Die Verbände vertreten eine Vorstellung von Theologie, die nicht zeitgemäß ist.“ Die islamische Theologie stehe dort, wo die christliche im 19. Jahrhundert gestanden habe. „Die Weichen müssen nun in Richtung einer historisch-kritischen Forschung gestellt werden.“ Es sei schade, dass sich der KRM dem nicht stelle.
Quelle: Rheinische Post