Die Bundeskanzlerin und CDU-Vorsitzende Angela Merkel hat bei der Amtseinführung des neuen Generalsekretärs Hermann Gröhe die Bedeutung der katholischen Kirche für die Partei betont. "Jetzt müssen wir aufpassen, dass nicht alles evangelisch wird und die katholische Seite betonen", sagte die CDU-Chefin Teilnehmern zufolge bei einer Mitarbeiterversammlung gestern im Konrad-Adenauer-Haus.
Anlass war die Amtseinführung des neuen Generalsekretärs Hermann Gröhe. Der Neusser ist Mitglied des Rats der evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Auch die CDU-Vorsitzende Merkel ist gläubige Protestantin. Im Februar hatte die Regierungschefin Papst Benedikt XVI. wegen dessen Umgang mit dem Bischof und Holocaust-Leugner Richard Williamson öffentlich kritisiert. Katholische CDU-Mitglieder waren verärgert.
Der neue Generalsekretär Gröhe, formell nun Chef der Parteizentrale, bemühte sich gleich zu Beginn seiner Amtszeit um personelle Kontinuität. "Ich habe Vertrauen ins Adenauer-Haus", bekundete Gröhe in seiner Antrittsrede. Bis auf einen Vertrauten werde er sein Büro mit Mitarbeitern des Hauses besetzen. Der 48-jährige Jurist und frühere Vorsitzende der Jungen Union bezeichnete sich als "leidenschaftlicher Christdemokrat". Die Verankerung und der Kompass der CDU als Volkspartei sei sein Hauptanliegen. Anschließend stellte sich Gröhe bei einem Rundgang allen 120 Mitarbeitern persönlich vor.
Quelle: Rheinische Post